Kürzlich erhielt ich den Hilferuf einer Anwenderin, weil sie in Excel mit Power Query nicht auf die Daten in einer anderen Arbeitsmappe zugreifen konnte. Sie wurden im Navigator nicht angezeigt. Die Ursache war schnell gefunden: Die betreffende Tabelle mit den Rohdaten lag auf einem ausgeblendeten Arbeitsblatt.
Eigentlich war die Idee gut, das Blatt mit den Rohdaten auszublenden, damit sie nicht versehentlich geändert oder gelöscht werden. ABER: Standardmäßig zeigt Power Query beim Zugriff auf eine andere Arbeitsmappe ausgeblendete Blätter im Navigator-Fenster nicht an.
Muss jetzt das ausgeblendete Blatt erst eingeblendet werden, um es in Power Query auswerten zu können? Nein. Hier kommt eine Anleitung, mit der es trotzdem gelingt.

Nach dem Ausblenden wird das Blatt Rohdaten im Navigator von Power Query nicht angezeigt; auch auf die dort enthaltene Tabelle tbl_Umsatz kann nicht zugegriffen werden
Es sollte mal wieder schnell gehen und dabei bleib das Festlegen der Datentypen auf der Strecke. Doch spätestens beim nächsten Datenimport rächt sich das. Denn unsachgemäß eingestellte oder bei erneuten Importen nicht überprüfte Datentypen erhöhen das Risiko von Fehlern und Datenverfälschungen. Hier zwei typische Beispiele:
1) In der Abfrage wurden die Datentypen sauber definiert: der Spalte mit der Mengenangabe wurde Ganze Zahl zugewiesen. Beim Import der nächsten Monatsdaten enthält die Spalte mit den Mengenangaben plötzlich Werte mit Dezimalstellen. Die werden automatisch abgeschnitten, da Ganze Zahl eingestellt ist. Eine Verfälschung der Daten ist die Folge.
2) Für die Spalte Menge wurde Ganze Zahl festgelegt, aber beim nächsten Import stehen in der Spalte Menge solche Einträge wie 1 Kiste oder 1 Karton. Das hat Fehler zur Folge, die das Aktualisieren der Daten behindern.
Dies zeigt, dass die Kontrolle der Datentypen in zwei Schritten erfolgen muss: 1) beim Aufbau der Abfrage und 2) beim Import neuer Daten. WIE das geht, zeige ich in diesem Beitrag.
WeiterlesenKürzlich hatte ich im Kurs eine spannende Diskussion zum Entfernen von Spalten. Die Frage war: Was tun, wenn sich nach dem Entfernen mehrerer Spalten herausstellt, dass es eine zu viel war? Den Abfrageschritt löschen? Oder lässt der sich nachträglich noch bearbeiten?
Meine Antwort: „Kommt drauf an“! Nämlich darauf, WIE die Spalten entfernt wurden. Das klingt vielleicht ein wenig rätselhaft, aber keine Sorge, ich erkläre es gleich.
Bisher hätte ich diese Frage eher mit Nein beantwortet. Doch dann kam letzte Woche dieser Excel-Einstiegskurs: Dort berichteten 4 von 7 Teilnehmern, dass sie nicht mit Excel arbeiten und es auch nicht nutzen würden, wenn da nicht diese CSV wäre.
Bei weiterer Nachfrage kam heraus: wöchentlich muss eine CSV-Datei bearbeitet werden:
– zuerst die Angaben zum Datum in Ordnung bringen,
– dann die Daten nach einem Kriterium filtern,
– die verbleibenden Daten nach Datum sortieren,
– eine Multiplikation durchführen und
– abschließend eine überflüssige Spalte löschen.
Diese stupide Arbeit steht jede Woche an und es darf nichts vergessen werden.
Meine Reaktion? Ich zeigte, wie diese fünf Aufgaben von Power Query erledigt werden. Und, dass diese Aufbereitungsschritte beim nächsten Mal in kürzester Zeit durchgeführt werden, indem nur der Befehl Aktualisieren aufgerufen wird. Das Erstaunen bei den Teilnehmern war sichtbar, und sie wollten Power Query lernen.
In diesem Power Query Rezept #24 beschreibe ich, WIE es geht.

Die Daten der CSV-Datei filtern, sortieren, berechnen und das Ergebnis in einer Excel-Tabelle anzeigen
Was ergibt sich, wenn die Zahl 2,5 gerundet wird? Excel liefert mit der Funktion RUNDEN das Ergebnis 3, Power Query hingegen 2.
Der Grund dafür: In Power Query wird bei Werten genau in der Mitte zwischen zwei ganzen Zahlen standardmäßig auf die nächste gerade Zahl auf- oder abgerundet. Aus 2,5 wird somit 2, aus 1,5 wird ebenfalls 2.
Wie Power Query beim Runden tickt und wie es auf kaufmännisches Runden umgestellt werden kann, beschreibe ich in diesem Rezept.
Fehlende Werte – sog. null-Werte – sind oft der Grund, dass Berechnungen gar nicht oder nicht korrekt erfolgen können. In meinem Blogbeitrag Power Query: Falsche Ergebnisse bei leeren Zellen vermeiden habe ich erklärt, wie beim Addieren und Subtrahieren von Zahlen sichergestellt wird, dass auch Zellen mit null korrekt berechnet werden – in dem Fall mit Hilfe der Funktion List.Sum.
Im heutigen Blogbeitrag zeige ich, wie mit Hilfe des COALESCE-Operators ?? störende null-Werte auf einfache Art behandelt werden. Die vielfältige Verwendbarkeit des COALESCE-Operators demonstriere ich anhand von drei Beispielen: 1) Ermitteln des Saldos von Einnahmen und Ausgaben, 2) Berechnen eines rabattierten Betrags und 3) Auswerten von Messreihen.