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PowerPoint 2010 wartet mit 7 Neuerungen im Bereich Multimedia auf

Seit Jahren warte ich darauf, dass die Werbeversprechen zu den Multimediafähigkeiten von PowerPoint auch in der Praxis eingelöst werden. Mit PowerPoint 2010 hat sich nun endlich etwas getan: Sowohl beim Einbinden von Videos wie auch beim Umwandeln von Präsentationen in Videos sind deutliche Fortschritte für uns Anwender zu verzeichnen. Doch der Reihe nach:

(1) Einbetten statt verknüpfen

Hauptproblem vieler Anwender war in der Vergangenheit, dass Multimedia-Komponenten wie Film oder Sound nur mit der PowerPoint-Präsentation verknüpft und nicht mit der PowerPoint-Datei gespeichert wurden (mit Ausnahme von WAV-Dateien). Beim Weitergeben mussten also neben der Präsentation auch die eingebundenen Film- oder Sounddateien verschickt werden. Zudem  galt es, bereits beim Einbinden von Film und Sound peinlich darauf zu achten, dass sich Präsentation und Multimediadateien im gleichen Ordner befinden.

PowerPoint 2010 bringt hier eine anwenderfreundliche Lösung: Alle Video- und Soundelemente werden direkt in der Präsentation gespeichert. Sie werden jetzt eingebettet und nicht mehr nur verknüpft. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer eine PowerPoint-Datei mit Multimediakomponenten weitergibt, kann jetzt sicher sein, dass die Präsentation beim Empfänger wie gewünscht mit Film und Sound ankommt.

(2) Videos bearbeiten

Weitere wichtige Neuerung: Eingefügte Videos können direkt in PowerPoint 2010 bearbeitet werden. Neben Funktionen zum Schneiden gibt es auch die Möglichkeit, die Videos in verschiedenen Stufen zu komprimieren. Das ist besonders wichtig für die Dateigröße einer Präsentation beim Weitergeben.

(3) Videos gestalten

Verblüffend für mich sind die Möglichkeiten zum Gestalten von Videos. Wie Fotos lassen sich nun auch Videos mit Rahmen, Kanten und Effekten versehen, in neue Formen einpassen, 3D-mäßig drehen oder sogar neu einfärben. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.

(4) Mehr Videoformate …

Nächste Neuerung: Beim Einfügen von Videos stehen in PowerPoint 2010 mehr Formate zur Verfügung. Mit dabei jetzt auch die verbreiteten Videoformate MP4 und MOV.

(5) … und auch Online-Videos

Videos lassen sich nicht nur als Datei von der Festplatte, sondern auch von Online-Portalen wie YouTube direkt in PowerPoint einfügen.

(6) Hinweise in Videos

Für alle, die in den eingebauten Videos noch auf bestimmte Dinge hinweisen wollen, ist die sechste Neuerung von Interesse: Zeichnungselemente wie Pfeile sowie Texte lassen sich jetzt auf ein Video legen.

(7) PPTX zu WMV

Über die letzte der sieben Neuerung habe ich mich besonders gefreut, denn seit etwa zwei Jahren häuften sich bei unserer Zeitschrift “PowerPoint aktuell” die Leseranfragen, wie sich aus einer Präsentation ein Video machen lässt. Das ist jetzt in PowerPoint 2010 wirklich ganz einfach: Nach einem Klick auf Datei und Freigeben kann jede PowerPoint-Präsentation in ein Video umgewandelt werden – und zwar in drei verschiedenen Qualitäten. Beispiele dafür gibt es demnächst hier im Blog zu sehen. Die Fähigkeit von PowerPoint 2010, Präsentationen als Video (im Format WMV) zu speichern löst gleich zwei Probleme: 1. ist die Präsentation so vor Veränderungen geschützt und 2. kann das Video von allen angeschaut werden, egal welche PowerPoint-Version installiert ist oder ob auf dem Computer überhaupt PowerPoint vorhanden ist.

About the Author

Dieter Schiecke

- Zertifizierter Office-Trainer mit den Schwerpunkten Excel, PowerPoint und Word
- Chefredakteur von »PowerPoint aktuell«
- Projekterfahrener Berater beim Umstieg auf neue Office-Versionen
- Routinierter Dienstleister beim Einführen firmengerechter Office-Vorlagen
- Autor für Microsoft Press, dpunkt.verlag und das »Projekt Magazin«

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1 Kommentar bisher

Weitzmann, LotharPosted on  7:02 pm - Mrz 5, 2015

Treffen diese Neuerungen auch bei Office Home and Student 2010 zu?
Für die Rückinformation vielen Dank im Voraus.

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