Office-Blog

Outlook 2010: “Gedächtnislücken” beim Umstieg beheben

Ich habe Office 2010 als Update über mein Office 2007 installiert. Auf den ersten Blick läuft alles: Outlook zeigt alle E-Mail-Konten samt Inhalt, egal ob Exchange, IMAP oder POP3. Auch Kalender und Kontakte sind übertragen.

Doch als ich beim Schreiben der ersten E-Mail den Adressaten einfügen will, stutze ich: meine Autovervollständigen-Liste ist leer!

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Die NK2-Datei (hier ist die Liste der bereits verwendeten E-Mail-Adressen enthalten) war seit Outlook 2000 ein Thema bei jeden Versionswechsel. Jetzt auch beim Update auf Office 2010.

Klicken Sie auf das Bild, um das Bild groß zu sehenNur diesmal stellt sich das Problem völlig anders dar. Diese Datei gibt es nicht mehr, sie wurde durch den Ordner Vorgeschlagene Kontakte ersetzt und wurde in die PST-Datei integriert. Eigentlich ganz vernünftig, aber nun stellt sich die Frage wie bekomme ich meine Liste aus der NK2-Datei von Outlook 2003 / 2007 nach Outlook 2010.

Erstmal, wenn man Glück hat, bei dem Update selbst.Eigentlich wird (sollte) automatisch aus der NK2-Datei, eine Datei mit dem sprechenden Namen Stream_Autocomplete_0_xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx.DAT in dem Ordner C:\Users\Benutzername\AppData\Local\Microsoft\Outlook\RoamCache  erstellt.

Nur bei 3 Updates hat es bei mir nicht einmal geklappt! Schade!

Nur ohne diese praktische Hilfe und den vielen Einträgen wollte ich nicht arbeiten. Was nun?

Als Sammler und Jäger von Tools fällt mir Gott-sei-Dank ein, dass es 2 Tools von NirSoft (http://www.nirsoft.net) gibt mit denen man die alte NK2-Datei bearbeiten konnte. Schnell die neueste Versionen von NK2Edit und NK2View runtergeladen und installiert. Und ich starte NK2Edit und stelle fest, meine “alten” Einträge sind noch da, sobald ich unter C:\Users\Benutzername\AppData\Roaming\Microsoft\Outlook die Datei Outlook.NK2.old in Outlook.NK2 umbenenne und danach öffne.

Klasse, jetzt kann ich nämlich mit STRG + A alle diese Einträge markieren (sofern sie schon immer mal eine Adresse löschen wollten, markieren sie diese und klicken auf das kleine rote Kreuz) und mit STRG + C in die Zwischenablage kopieren.

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Jetzt öffne ich meine neue Outlook-Datei über STRG+O, stelle das Format von NK2 auf DAT um

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und füge nun mit STRG-V meine Liste wieder ein. Und schwups, habe ich meine “alten” Einträge in dem neuen Outlook zur Verfügung. Noch schnell speichern (Outlook muss dazu geschlossen sein), Vorsicht richtiges Format wählen und Outlook starten und ausprobieren!

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Tag gerettet und schon wieder viel Neues über Outlook 2010 gelernt!

Über den Autor

Kai Schneider

- Langjähriger IT-Leiter und erfahren im Zusammenspiel von Outlook & Exchange
- Chefredakteur von »Outlook inside«
- Zertifizierter Office-Trainer mit den Schwerpunkten Outlook, Word, OneNote
- Zertifizierter Microsoft Cloud Specialist und Office 365
- Praxiserprobter Experte für mittelständische Firmen zu Office 365
- Profi für das Virtualisieren von Office- und Windows-Schulungsumgebungen
- Fachbuchautor und video2brain-Trainer zu Outlook, OneNote und Office 365

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Kommentare zu 2s

Stephan RothVeröffentlicht am  11:34 pm - Nov 30, 2013

Hi, ich habe heute ein neues Outlook 2013 installiert und habe einfach die pst aus dem outlook 2010 in das neue Verzeichnis kopiert. Die Autovervollständigungseinträge fehlen leider. Ich habe dann den Versuch unternommen, die 2010er autocompleteblabla.dat in die von der 2013er VErsion umzubenennen und lettzere zu überschreiben, daber das bringt leide rnichts. Outlook macht immer wieder eine neue Datei daraus.

Wie kann cih denn die aus 2010 nach der 2013 übertragen?

Danke dun Grüße
Stefan

Oliver WeißeVeröffentlicht am  8:37 am - Apr 27, 2010

Die »Vorgeschlagenen Kontakte« haben aber nichts mit der AutoComplete Liste zu tun. In dem neuen Kontakteverzeichnis landen Empfänger, an die man eine Nachricht geschickt hat, die aber (noch) nicht in den Kontakten gespeichert sind.

Die NK2 Datei ist verschwunden, weil die AutoComplete Liste jetzt im Postfach gespeichert wird und so immer mit dem Benutzer mitwandert. Die DAT Datei ist die temporäre Manifestation des neuen Speicherorts im Postfach.

Aber schön zu wissen, dass ein Datenimport auch über das Verändern der temporären Datei funktioniert.

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